Tamper

Worauf sollte ich beim Kauf des Tampers achten und wie nutze ich ihn richtig?

Als Tampern wird das Stampfen von Espresso bezeichnet, denn der Espresso muss innerhalb des Siebträgers für eine sehr gute Qualität des Kaffees gründlich angedrückt und verdichtet werden. Der Tamper ist genau das Gerät, mit dem das Verdichten umgesetzt wird. Wichtigste Regel ist deshalb, dass der Tamper zwingend in der richtigen größe und passend zum Siebträger angeschafft werden sollte. Tamper gibt es nämlich nicht nur in den unterschiedlichsten Designs, sondern auch in vielen verschiedenen Größen zwischen etwa 48 bis 58 Millimetern. Auch wenn die Optik für viele Espressofans beim Tamper nicht unerheblich ist – rein technisch ist die Passgenauigkeit des Tampers einer der wichtigsten Faktoren, um einen optimalen Espresso zu erlangen.

Zweifelsfrei ist für den langen Gebrauch des Tampers auch die Verarbeitungsqualität nicht unerheblich. Dabei spielt die Haltbarkeit und die gute Zusammenfügung von Griff und dem Tamper selbst eine große Rolle. Aber auch im Hinblick auf die Verarbeitung der Materialien sollte man beim Tamperkauf genau hinschauen. Die Platte sollte hochwertig verarbeitet und absolut sauber entgratet sein. Ein mögliches Firmenlogo sollte nur sehr dezent in die Platte eingelasert sein. Die Unterseite des Tampers muss dafür poliert sein, damit sich das Gerät ohne weiteren Widerstand auf dem zu tampernden Kaffeepulver drehen lässt und eine saubere und glatte Oberfläche zurücklässt. Dazu sollte die Verschraubung zwischen Griff und Tamper selbst solide sein, damit sich das Gerät nicht während des Drehens auf dem Espressopulver auseinander dreht.

Haptisch positiv ist, wenn sich der Griff vom Tamper gut anfühlt und angenehm in der Hand liegt. Eine hochwertige Oberfläche – beispielsweise ein glatt gearbeiteter Holzgriff – kann eine gute Entscheidung sein, um das Tampern nicht nur zu einer notwendigen Arbeit, sondern auch noch angenehm zu machen.

Entscheidet man sich für einen Tamper mit Holzgriff, sollte man darauf achten, dass dieser abschraubbar ist. Für die Nassreinigung ist das sehr wichtig, denn so wird das feuchtigkeitsempfindliche Holz nicht von dem Waschwasser angegriffen. Optimal ist ein versiegelter Griff, der auch den Feuchtigkeitseinflüssen innerhalb der Nutzung standhält.

Wie wird richtig getampert?

Das Tampern dient grundsätzlich dem Verdichten und dem Glätten des Espressopulvers innerhalb des Siebträgers. Wichtig ist hierfür schon die perfekte Mahlung des Kaffeepulvers, denn nur hochwertiges Espressopulver lässt sich so tampern, dass der Espresso perfekt wird. Das Kaffee- beziehungsweise Espressopulver wird mit maximaler Kraft in den Siebträger gedrückt, dann abschließend wird der Tamper innerhalb des Siebträgers um die eigene Achse gedreht, damit das Espressopulver eine höchstmöglich glatte Oberfläche aufweist. Nach dem Tampern wird nämlich dann der Siebträger mit dem Espressopulver wiederum gegen das Sieb innerhalb der Brühgruppe der Espressomaschine gedrückt. Dort wird die abschließende Kompression des Espressopulvers durchgeführt, die über die Qualität des Espresso sowie auch eine gelungene Crema entscheidet. Das vorherige Tampern vor dem Einsetzen des Siebträgers in die Maschine dient einerseits der Vorarbeit des Komprimierens des Espressopulvers, ist aber andererseits auch sehr gut, um die Brühgruppendichtung zu schonen und damit sich beim Einsetzen des Siebträgers kein Espressopulver mehr an der Dichtfläche sowie den Rändern des Siebträgers befindet. Das ist auch der Grund, weshalb der Tamper in der Größe zum Siebträger passen sollte. Presst man das Espressopulver, ohne es vorher zu Tampern, in die Espressomaschine, wird diese entsprechend schneller verschmutzt.